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Welche Farbe hat der Wind

Ich selbst hatte bis vor wenigen Wochen eine ähnliche Grundhaltung und muss eingestehen, dass ich mein Wissen über Nutzung der Windenergie in der Hauptsache aus den Schlagzeilen der Zeitungen, Zeitschriften und aus dem Fernsehen bezog. Damit war klar: Für die Menschheit ist das, ohne wenn und aber, eine der wesentlichen, alternativen Energiegewinnungsformen der Zukunft.

Ich sehe das heute prinzipiell noch genauso. Allerdings nicht uneingeschränkt. Denn als einer der Hauptbetroffenen in der Region um Stöckelsberg/Eismannsberg habe ich mir die Frage gestellt, welche Folgen die Errichtung eines Windrades auf mich und meine Umgebung hat. Das war meine erste Frage, die sich m.E. Jeder in dieser Lage stellen müsste. Je mehr ich dabei recherchierte, desto erstaunlichere Dinge kamen zum Vorschein. Ich war plötzlich konfrontiert mit Themen, die ich vorher kaum oder noch gar nicht gehört hatte: gesundheitliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus und die Psyche. Landschaftsverschandelung. Schatten- und Eiswurf, CO2 Amortisation etc. Das hat mich ehrlich beeindruckt.

Welche Farbe hat der Wind? Je mehr ich mich also zu Beantwortung meiner Frage in die Welt der Suchmaschinen einarbeitete, desto stärker wurde mein Eindruck, dass der Wind nicht nur aus den Farben schwarz und weiß besteht. Ausserdem: Ist man, wenn man sich sozuagen gegen den Wind stellt, automatisch auch ein Befürworter z. B. der Atomkraft und deshalb in gewisser Weise ein Zurückgebliebener? Nein, ich habe vielmehr erfahren, dass es interessante Zwischentöne gibt. Meine Frage nach der Farbe des Windes, konnte ich jetzt wenigstens für mich beantworten. Der Wind ist bunt - er hat viele Farben.

Nachdem nun meine erste Frage für beantwortet war, wurde ich neugierig. So wie der Protagonist Henry Fonda in dem Filmklassiker „Die zwölf Geschworenen“ ging ich weiter ins Detail, um in diesem Fall sozusagen mehr und mehr über meine „Unschuld“ als Kritiker der uneingeschränkten Windkraft zu erfahren. Manche Artikel und Berichte sind fachspezifsch und teilweise wissenschaftlich, wie „Der unhörbare Lärm von Windkraftanlagen - Infraschallmessungen an einem Windrad nördlich von Hannover“, herausgegeben von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Referat B3.11 Seismologie in Hannover.

Spätestens wenn man diese Untersuchunsgergebnisse liest ist man beeindruckt, wie wenig wir als Bürger überhaupt öffentlich erfahren beispielsweise über die tatsächliche, nicht hörbarer Lärmbelastung. Da ist dringend objektive Aufklärung gefragt, schnell und detailliert, und keine einseitige Aufklärung der Bürger im kleinen Kreis wie bei einer Butterfahrt. Bei Lärm und seinen Auswirkungen auf unsere Gesundheit darf es auch keine kleinkarrierten Rangeleien an Bezirksgrenzen geben, die ggf. auf dem Rücken der Betroffenen ausgetragen werden und die wiederum über Jahrzehnte mit den Gefahren und Beeinträchtigungen leben müssen. Entsprechend nachlässig hinken auch die gesetzlichen Grundlagen um Jahrzente nach, hinter denen sich die Betreiber der Anlage, noch immer verbarrikatieren. Da wirken Diskussionen, ob der Abstand zu einem Ort 500m oder 600m beträgt geradezu lächerlich, wenn Experten bei den Dimensionen neuer Krafträder in Kilometern denken.

Nachdem ich für mich die Frage nach der Farbe des Windes bereits beantwortet hatte, habe ich mich jetzt nach meiner weiteren Frage schuldig oder nicht schuldig, als Kritiker der Nutzung uneingeschränkter Windkraft, eben unschuldig gesprochen.

 

Für das weitere Vorgehen wünsche ich von den Verantwortlichen wesentlich mehr Tranparenz, Aufklärung und ehrliche, objektive Berichterstattung. Dazu gehören aber auch seriöse Gutachten aus allen Bereichen von anerkannt neutralen Stellen, die auf aktuelle, wissenschaftliche Erkenntnisse basieren und auf dem Stand der Zeit sind und nicht geschönte Informationen, die in veraltete Gesetzesgrundlagen gepackt und uns als Segen verkauft werden. So ein Vorgehen nutzt weder den Menschen, noch der Natur. Profiteure sind die Betreiber der Windkraftwerke.