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Prokon Werbung ist irreführend

Werbung für Windkraft-Beteiligungen durch Firma Prokon ist irreführend.

Die Werbeaussagen über Sicherheit und Flexibilität der Prokon-Unternehmensgruppe ist irreführend und die Firma muss die Werbung umstellen. Das Landgericht Itzehoe hatte das bereits festgestellt und diese Entscheidung wurde nun durch das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht am 05.09.2012 bestätigt.

Im Gegensatz zu den Werbeaussagen von Prokon sind die Anlagen weder "Sicher wie ein Sparbuch" und auch nicht "maximal flexibel"; Es handelt sich um Hochrisikoanlagen, bei denen das Risiko des Totalverlusts gegeben ist.

Es wird den gutgläubigen Anlegern auch nirgendwo deutlich erklärt, wass ein Genussrecht eigentlich ist. Ein Genussrecht bedeutet, dass der Inhaber des Rechts an den Gewinnen des Unternehmens beteiligt ist. Er hat keinerlei Mitspracherecht (wie ein Aktionär oder Gesellschafter), sondern er bekommt dann Geld, wenn das Unternehmen Gewinne macht. Fallen diese Gewinne aus, bekommt er nichts, im schlimmsten Fall kann er sogar zur Kasse gebeten werden, um Gläubiger zu befriedigen. Im Fall einer Insolvenz stehen seine Ansprüche hinter denen aller normalen Gläubiger.

Betrachtet man nun noch die Tatsache, dass Prokon selbst keine Windanlagen baut, sondern nur Kredite an verbundene Unternehmen gibt, wird klar, wie die Sache läuft:

  • Die "Anleger" (=Genusscheinbesitzer) "investieren" in eine Firma...
  • ... die ihrerseits über Kredite andere Unternehmen finanziert.
  • Der Genusscheininhaber kann nicht mitbestimmen, ...
  • ... haftet für das Ausfallrisiko
  • ... und hat nicht einmal einen Wert in Form einer oder mehrerer Windturbine(n).

Die Financial Times hat im Internet folgendes veröffentlicht :

Zitat:

Doch das Kerngeschäft bereitet Prokon kaum Freude. Beispiel Wind: Für 2010 wurden 54 Mio. Euro Überschuss ausgewiesen. Vor außerordentlichen Posten waren es gerade einmal 1,8 Mio. Euro. Trotzdem musste dieser Geschäftsbereich an die Genussrechtsgesellschaft 37 Mio. Euro zahlen, um die Ansprüche der Investoren zu befriedigen.

Um die Dividende für die Anleger auszahlen zu können, müssen die Betreiberfirmen Kredite von anderen Stellen aufnehmen. Das sieht für die Anleger gut aus (8% Zinsen!), lässt sich aber sicher nicht lange durchhalten. Und fallen die Betreiberfirmen aus, werden auch die Kredite der Genussrechtsgesellschaft nicht mehr bedient. Ist das ein Schneeballsystem?